KK8 (Hauptkonfirmand*innen) im Bereich Stadt

Was soll ein Konfi-Kurs heutzutage leisten? Kann er mehr sein als eine religiös-christliche Wissensvermittlung und Abfrage?

Ich hoffe ja, denn das Glaubensbekenntnis oder die 10 Gebote oder der Verlauf des Kirchenjahres oder ... wird auch im Religionsunterricht abgefragt.
Deswegen müssten Jugendliche nicht unbedingt in unser Gemeindezentrum kommen.
Das können sie notfalls auch googeln. Und solch ein Wissen ohne Erfahrungen reicht nicht, und bleibt auch im Leben nicht nachhaltig hängen.

Warum ist daher der Kurs KK8 sinnvoll?

Ich frage mich: Wann haben Jugendliche heutzutage sonst eine ehrliche Möglichkeit, in Gleichaltrigen-Kleingruppen (bis zu 6 Personen) über religiöse Fragen in Ruhe nachzudenken ohne gleich eine Bewertung, Abfrage oder auch ohne einen Erwachsenen ‚im Rücken'?
Sie tragen schon viele Bilder, Erfahrungen und Erwartungen in sich. Daran möchten wir im Team anknüpfen. Deswegen versuchen wir mit einer Übernachtung in der Lukaskirche im Rahmen des Gemeindefestes und mit einer Wochenendfreizeit eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, in der Spiel und Spaß zum vertrauensvollen Kennenlernen nicht zu kurz kommen.
So können Sie nebenbei bei den 16 Gottesdiensten und 2 Praktika unsere Kirchengemeinde St. Lukas kennen lernen.

Ich erlebe Jugendliche für theologische Fragestellungen durchaus ansprechbar, z.B. mit den Themen: Kommt etwas nach dem Tod? Hilft beten wirklich? Ist Gott nur auf der Seite der Opfer? Woran glaubst Du wirklich?
Neben kurzen Gesprächsimpulsen arbeiten wir im Team der Teamer_innen mit ihnen

  • kreativ: z.B. mit Lernstationen, „Jenseitskisten" oder einem „Kohlebrikett-Beichtaltar"
  • spielerisch-biographisch: mit Rollenspielen zur Frage „was macht das gute Leben aus?" oder zum „Samariter-System"
  • medial: mit kurzen Videoclips (bei der Technik muss der Pfarrerin allerdings immer wieder geholfen werden, sie ist eine absoluter Technik-Legasthenikerin...)

Außerdem schwärmen wir als Gruppe mit 3 bis 4 Exkursionen zu Entdeckungen in die Stadt aus, um wissen,

  • wo der evangelische Zentralfriedhof ist
  • und wo sich die „Evangelische Jugend" trifft
  • wo welche Einrichtungen der „evangelischen Caritas"= Diakonie in Regensburg liegen,
  • und wie man sie nutzen kann
  • welche der vielen Regensburger Kirchen eigentlich evangelisch sind
  • und was man im „Haus der Kirche" am Ölberg 2 in der Innenstadt entdecken kann.

Der Kurs dauert insgesamt ein Dreivierteljahr und wird von vielen, vielen Menschen mitgestaltet, z.B. von dieser Teamer_innengruppe.

Herzlichen Dank für all Euer Engagement!

Christiane Weber
Pfarrerin